Literatur

Wir freuen uns sehr, euch in diesem Jahr eine Vielzahl an Jungautoren vorstellen zu können, die unseren Programmpunkt „Literatur“ mit verschiedenen Lesungen bereichern.

Am Samstag um 11:30h findet eine Kurgeschichtenlesung im Rathaus (Raum 103) statt.

Kathrin Schäfer stellt uns dabei ihre Kurzgeschichte „Zwischen den Zeilen“ vor: Ein Text über zwei Leben, die jahrzehntelang miteinander verknüpft waren. Eine Geschichte über eine Liebesbeziehung, die inzwischen nur noch aus Abhängigkeit besteht. Es ist die Geschichte einer Frau, die über ihr Leben reflektiert und feststellt, dass sie den Bund mit dem Teufel eingegangen ist, ohne dass sie davon loskommen kann oder möchte.

Auch freuen wir uns auf eine Kurzgeschichte von Anna-Carina Strunk:
Sobald der letzte Sonnenstrahl verglimmt, darf niemand mehr aus seinem Haus. Jene, die der Ausgangssperre nicht folge leisten, werden Tage später zur Unkenntlichkeit verbrannt aufgefunden und so häufen sich die Gerüchte um grausame Monster, die nachts ihr Unwesen treiben. Reika interessiert sich nicht weiter für die Dinge, die in der Dunkelheit geschehen, doch eines Tages bleibt sie unbeabsichtigt draußen und erfährt, warum niemand hinaus darf und wie perfekt das Trugbild ist, welches die Regierung über Jahrhunderte aufgebaut hatte.

Anschließend liest Patrik Schmidt:
Das Chicago der 40er Jahre ist ein unbarmherziger Ort. Im fernen Europa wütet ein grausamer Krieg, aber auch die Straßen Chicagos sind nicht mehr sicher. Gut organisierte Syndikate, welche alle unter dem Schutz der Mafia operieren, machen die Stadt unsicher. Dabei beseitigen sie jeden ohne wenn und aber, der ihnen bei der Erfüllung ihrer Ziele im Weg steht.

Desweiteren bereichert Rudolf Lüthe, Professor für Philosphie an der Universität Koblenz-Landau, auch dieses Jahr das kaleidosKOp mit einem Vortrag. Statt mit Kant oder Amerikanern beschäftigt er sich dieses Mal aber mit Europa: unter dem Titel “Plädoyer für eine Kultur des rechten Maßes – zugleich eine Kritik an einigen europäischen Kulturkrankheiten” wird er auf seine ganz eigene Art über Kultur sprechen.

Florian Benz ließt im Anschluss kurze Kurzgeschichten von großem Geist und kleiner Tragweite.
„Die lange hinausgezögerte Erkenntnis schlug mit der Wucht eines Kometen in mein Bewusstsein ein: Ich hatte mich stets in den Moment gefügt und an Personen angepasst. Niemals war Motivation aus mir selbst entsprungen, nie hatte ich etwas für mich selbst getan. Ich wischte über mein Auge, weil ich angenommen hatte, eine Träne dort zu finden, setzte mich und begann zu schreiben.“

Katharina Göbel liest aus ihren Werken „Nachtschattenküsse“ und „Spiel der Tränen“. Die Lyrik aus „Nachtschattenküsse“ entführt die Zuhörer in eine ruhige, melancholische Welt. „Spiel der Tränen“, der neue Roman der Autorin, erzählt von einer Liebe, die gleichsam wunderbar wie auch unmöglich ist. Dennoch finden die Protagonisten Wege, die Magie ihrer Liebe zu bewahren. Eine Liebe, die von Machtspielen, die ein jeder Mensch mit sich selbst zu führen hat, und einer Vergewaltigung, psychischer und physischer Art, gefährdet ist. Es ist ein Roman, der von der wahren Liebe erzählt, ihrer Unberechenbarkeit und sanften Zerbrechlichkeit.

Der Sonntag beginnt mit einer Lesung von Annika Thierfeld. Sie trägt uns einen Text über Genuss in der heutigen Gesellschaft vor.
„Alle Lebewesen außer dem Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen“. Dieses bekannte Zitat des englischen Schriftstellers Samuel Butler aus dem 18. Jahrhundert hat auch in der heutigen Zeit nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Wir leben im Wohlstand und haben eigentlich die besten Voraussetzungen, glücklich zu sein und unser Leben intensiv auszukosten. Doch ein Blick auf den Alltag zeigt, dass unsere Leben überwiegend von Zeitdruck, Stress und Routine anstatt von Lebensfreude und Genuss dominiert wird. Die Lesung erklärt, was Genuss bedeutet und zeigt auf, wie bedeutsam es ist, regelmäßige Genuss-Momente in den Alltag zu integrieren, um zu mehr Wohlbefinden, Freude und Entspannung zu gelangen.

Die Kulturwissenschaftsstudentin Alessandra Reß liest am frühen Abend aus ihrem Werk „Vor meiner Ewigkeit“, das im Sommer 2013 veröffentlicht wird. Im Zentrum der Handlung des Dark Fantasy-Romans steht der Student Simon, der sich ohne Erinnerungen in einer von Vampiren und anderen Nachtgestalten bevölkerten Stadt auf eine synästhetische Odyssee zu seiner eigenen Identität begibt.
Nach diversen Veröffentlichungen in Anthologien, Magazinen und dem Fantasy-Jahrbuch Magira 2012 handelt es sich bei „Vor meiner Ewigkeit“ um Reß‘ ersten Roman. Er erschien im 2012 gegründeten Art Skript Phantastik-Verlag, der sich auf die dunklen Spielarten der Phantastik spezialisiert hat.

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