Filme – Samstag

Filmübersicht

11:30 – I Filming
13:20 – Ghosts of the Capital
14:25 – We want (u) to know
15:35 – Other Europe
17:05 – Bastards of Utopia
18:15 – Look at Me
19:45 – Himself he Cooks

I Filming…

  • China, 2010, 47 min
  • Location: China, Yunnan, Shilin
  • Directed by : Lijun

Die chinesische Studentin Lijun wählt in ihrem Studiengang Filmwissenschaften den Schwerpunkt des Dokumentarfilmes. Beim Verfassen ihrer Abschlussarbeit möchte sie herausfinden, was sie eigentlich in den vier Jahren an der Uni gelernt hat. Zusammen mit zehn Kommilitoninnen macht sie 2010 einen viermonatigen Kurs für Postgraduierte als Abschluss ihres Studiums. Im November filmt sie, wie die Studentinnen des Projektes ethnologische Dokumentarfilme im Stone Forest in Yünnan drehen. Dabei interessiert sie besonders, auf welche Art die Studentinnen im Unterschied zu ihr selbst das Filmprojekt verwirklichen. Die eigenen Erwartungen treten immer mehr in den Hintergrund und Lijun sieht mit Erstaunen und Spannung den Studentinnen beim Filmen zu. Ihre gesammelten Eindrücke und Erfahrungen über den Entstehungsprozess eines ethnologischen Dokumentarfilmes hat sie in „I Filming…“ zusammengefasst.

As a student in film and video, I focused on a documentary filmmaking. When I prepared my graduation thesis, something puzzled me: What have I learned from these four years of studying? The ten girls of my anthropology postgraduate course and I have learned filmmaking for four months in 2010, and in November I filmed their whole documentary filmmaking process at the Stone forest in Yunnan. I was trying to find out how they would do it and what differences there  might be for me. However, looking for answers was no longer important when I was coming to the end of my accomplishment. He point is that the experience and the reflection about myself from time to time is what I’m rewarded with.

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Ghosts of the Capital

  • Germany, 2010, 50 min
  • Location: Argentina
  • Directed by : Laura von Bierbauer

Seit dem Zusammenbruch der Wirtschaft 2001 sammeln viele Menschen wiederverwertbares Material aus dem Hausmüll in den Straßen von Buenos Aires. Mehr als 6.000 Familien sichern so ihr Überleben. Trotz ihrer täglichen Anwesenheit bleiben die Schrottsammler, Cartoneros genannt, vor den Augen der Stadt verborgen. Erst wenn es dunkel wird, reisen sie in Zügen und mit Lastern aus den ärmeren Teilen der Provinz in die Hauptstadt, auf der Suche nach wiederverwertbarem Abfall. Ihr Kontakt mit den Einwohnern beschränkt sich auf deren Müll. Der Film folgt drei Gruppen von Cartoneros, zeigt ihre Wirtschaftsstrategien, Bedürfnisse und Wünsche. Er erzählt persönliche Geschichten über das Leben und die Würde des Menschen.

Since the economic crisis in 2001, more than 6,000 families have started collection recyclable material from household waste in the streets of Buenos Aires in order to make a living. In spite of their daily presence, these urban salvagers, the so called Cartoneros, remain hidden to the eyes of the city. When night falls, they travel in trains and trucks from the poorer parts of the province to the capital looking for re-usable waste. The come in contact with local residents only when collecting their garbage. “Fantasmas de Capital” follows three groups of Cartoneros and shows their economic strategies, needs and wishes. It tells personal stories about life and dignity.

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We want (u) to know

  • Germany, 2010, 54 min
  • Location: Cambodia
  • Directed by: Ella Pugliese, Nou Va

We want (u) to know zeigt, wie viele Kambodschaner noch heute mit den schmerzvollen Erinnerungen  aus der Zeit des Roten-Khmer-Tribunals zu kämpfen haben. Es ist ein teilnehmender Film: Dorfbewohner aus allen Ecken des Landes nehmen die Kamera selbst in die Hand und dokumentieren, was sie während der Herrschaft der Roten Khmer durchgemacht haben. Überlebende brechen dreißig lange Jahre des Schweigens, indem sie der jüngeren Generation ihre Geschichten mitteilen. Und sie lösen einen heftigen Diskurs über die Herausforderungen der Gegenwart aus. Die große Leinwand unter den Bäumen wird zum öffentlichen Platz der Auseinandersetzung und zum Zeichen der Hoffnung, die weit über den Film hinaus geht.

We want (u) to know reveals how Cambodians are still struggling to cope with painful memories from the time of the Khmer Rouge Tribunal. This is a participatory film: villagers from all around the country take the camera to document what they have been going through since the Khmer Rouge era. By sharing their stories with the young generation, survivors break a 30 years silence. They initiate a powerful discourse on the challenges of the present. The big screen under the trees becomes a public space for confrontation, a sign of hope which goes beyond this film.

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Other Europe

  • Italy, 2011, 75 min
  • Location: Italy
  • Directed by: Rossella Schillacci

Was passiert mit afrikanische Migranten, nachdem sie als politische Flüchtlinge anerkannt sind? Seit Dezember 2008 halten mehr als 200 Flüchtlinge eine stillgelegte Klinik in Turin besetzt, darunter Khaled, Shukri und Ali. Sie haben die Grenze überwunden und sind fest entschlossen, ein normales Leben zu führen. Doch ihre Hoffnungen werden durch die Lebensumstände zerstört. Der Film zeigt den kalten Winter, den schwülen August, die Räumung der ehemaligen Klinik durch die Behörden und den Transfer der Flüchtlinge in alte Baracken. Die Geschichte der drei Menschen führt uns die Einwanderungspolitik europäischer Länder vor Augen und zeigt, wie sich das gesellschaftliche Gefüge der Städte verändert.

What happens to African migrants once they were granted political refugee status? In Turin, an abandoned clinic has been squatted by more than 200 refugees since December 2008. Khaled, Shukri and Ali have been travelling through hell to arrive in Italy. They have crossed the border and are determent to lead a normal life. Their hopes crash with a life condition suspended. The film shows the cold winter, sultry August, the evacuation of the former clinic by the city authorities and the transfer of refugees into old barracks. Three emblematic characters guide us through a story that reveals respective immigration policies of all European countries and the changes occurring in the social fabric of European cities.

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Bastards of Utopia

  • USA, 2010, 55 min
  • Location: Croatia, Greece
  • Directed by: Maple Razsa, Pacho Velez

Als Kinder durchlebten sie den Zusammenbruch Jugoslawiens. Heute kämpfen sie inmitten von dem, was der Sozialismus hinterlassen hat, auf ihre Art für eine neue linke Identität. Aktivisten riskieren alles, um ihre Politik auszuleben: Sie liefern sich Kämpfe mit der Polizei und besetzen alte Fabriken. Mitten unter ihnen ist ein Amerikaner. ER kam, um die Bewegung zu beobachten. Jetzt findet er sich sogar im Gefängnis wieder. Werden sie aufgeben als die Rückschläge sich häufen? Der Film entstand während jahrelanger Feldforschung über ein kroatisches Anarchisten-Kollektiv. Beobachtungen, direkte Partizipation und kritische Reflexion zeichnen ein einzigartiges Bild dieser missverstandenen politischen Bewegung.

As children, they experienced the collapse of Yugoslavia. Nowadays, in the middle of the aftershocks of socialism’s failure the fight for a new left identity in their own way. Whether clashing with the police or squatting old factories, these activists risk everything to live up to their political ideology. Amongst them is an American who came to observe the movement. Now he finds himself participating and even goes to jail with them. Will they give up the fight as the setbacks become more frequent? The film, shot during years of fieldwork with a Croatian anarchist collective, applies a unique blend of observation, direct participation and critical reflection to this misunderstood political movement.

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Look at Me

  • Finland, 2010, 67 min
  • Location: Finland
  • Directed by: Iris Härmä

Das letzte Halbjahr steht bevor: Zwölf Schülerinnen und Schüler einer etwas anderen Schule in Finnland müssen sich auf den Sprung ins Leben vorbereiten. Sie alle brauchen dabei besondere Unterstützung. Ihre Lehrerin Ulla steht kurz vor der Rente und hilft ihnen dabei
Look at me ist eine starke und bewegende Darstellung der heutigen Jugend. Die jungen Menschen im Film laufen Gefahr, aufgrund ihrer andersartigen Lern-Fähigkeiten sozial ausgeschlossen zu werden. Eine Lehrerin hilft ihnen bei dem Versuch, ihre obligatorische Ausbildung abzuschließen. Sie unterstützt sie bei der Suche nach sich selbst und dabei, Selbstvertrauen zu entwickeln. Gemeinsam suchen sie ihren Platz im Leben.

The last term approaches: twelve students of this somewhat different school in Finland have to prepare themselves for their start in life. In doing so, all of them need qualified support. Their teacher Ulla, who is about to retire, tries to help. Look at me is a strong and touching depiction of today’s youth. The teenagers are at risk of becoming socially excluded due to their different learning skills. Their teacher, who is trying to help them complete their compulsory education, supports them on their quest for identity and self-confidence. Together they want to find their way in life.

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Himself He Cooks

  • Belgium, 2011, 64 min
  • Location: India
  • Directed by: Valérie Berteau, Philippe Witjes

Im Hari Mandir, dem Goldenen Tempel in Amritsar, Indien, bereiten tagtäglich mehrere hundert Freiwillige über 50.000 kostenlose Mahlzeiten zu. In der spontanen Choreographie hunderter Philanthropen offenbaren sich das Wesen und die Atmosphäre dieses faszinierenden Ortes. Der Film findet Menschlichkeit und Solidarität in einer Zeit, in der Religionen karikiert und stigmatisiert werden, in der übermäßiger Konsum zu Hungersnöten führt und die Menschen sowohl Reflexions- als auch Nahrungsgrundlagen entbehren. Himself He Cooks zeigt: Auch in dieser Welt des exzessiven Konsums, extremer sozialer Unterschiede und ökologischer Katastrophen gibt es einfache Möglichkeiten, etwas zu tun.

In Hari Mandir, the Golden Temple in Amritsar, India, hundreds of volunteers prepare 50.000 free meals every day. The spontaneous choreography of many philanthropists reveals the essence and atmosphere of this fascinating place. The film shows humanistic gestures and solidarity in a time when religions are caricatured and stigmatized, when overconsumption provokes starvation and many people lack space for reflection as well as basic food resources. In a world of excessive consumption, extreme social differences and ecological disaster, there are simple ways of acting.

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