Filme – Sonntag

Filmübersicht

11:00 – My Kosher Shifts
11:28 – Burmese Butterfly
11:45 – Looking at themselves – Baba Luda Luda
12:35 – Ears are dazzled, touched by sound
14:00 – Koblenzer Studentenfilme
15:10 – The Golden Beach
16:25 – Bunongs Birth Practices
17:30 – The Well
19:00 – Stori Tumbuna

My Kosher Shifts

  • Great Britain, 2011, 23 min
  • Location: Great Britain, London
  • Directed by: Iris Zaki

Im Norden Londons gibt es ein kleines jüdisch-orthodoxes Hotel. Um ein Zimmer zu bekommen, muss man nicht beschnitten sein. Aber warum sollte jemand aus freien Stücken ein koscheres Frühstück zu sich nehmen? Das fragt sich Iris, die Filmemacherin. Vor zwei Jahren begann die Studentin, an der Rezeption zu arbeiten. Sie ist so ziemlich das Gegenteil des typischen Hotelgastes. Die Atheistin stammt aus Tel Aviv und pflegt einen wilden Lebensstil. Weit weg von den politischen und sozialen Spannungen Israels ist Iris verantwortlich für das Wohl der Gäste. Sie spricht mit ihnen über Gott und Religion, das Leben und die Liebe. Ein eigenartiger, persönlicher Blick von der Hotelrezeption auf die jüdisch-orthodoxe Welt.

In the heart of Golder’s Green, North London, one finds a small orthodox Jewish hotel. You do not have to be circumcised to get a room, but why would anyone of his own free will want a Kosher breakfast? Iris, the receptionist, started working there two years ago, in addition to her Master studies in documentary filmmaking.  As a Tel-Aviv atheist celebrating a wild lifestyle she represents more or less the opposite of the typical clientele. Far away from Israel, with all its political and social tensions, Iris is responsible for her customers’ comfort and talks to them about God, religion, life and love. A quirky personal perspective on the Jewish orthodox world through the window of the reception desk.

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Burmese Butterfly

  • Germany, Myanmar , 2011, 12 min
  • Location: Myanmar, Burma
  • Directed by: Hnin Ei Hlaing

Aus der Yongon Filmschule in Myanmar stammt dieser Bietrag von Hnin EI Hlain. Es ist ihr erster Film als Regisseurin. Die 27-Jährige porträtiert darin ihren Friseur. Phyo Lay ist 22 und homosexuell. Er blickt zurück auf seine turbulente Kindheit und Pubertät und beschreibt, wie schwierig es ist, sich in Myanmar zu outen. Der Film eröffnet einen der seltenen Einblicke in die aufstrebende Homosexuellen-Szene in Myanmar. „Ich selbst wusste vorher nichts über Homosexuelle in meinem Land“, sagt die Regisseurin. Der Film lief im Oktober 2011 beim internationalen Dokumentarfilmfestival Signes de Nuit in Paris.

This contribution by Hnin Ei Hlaing, a student of Myanmar’s film school Yangon, is the first film directed by herself. The twenty-seven-year-old portrays her hairdresser Phyo Lay who is twenty-two and bisexual. He looks back on a turbulent childhood and adolescence and describes how difficult it is to come out in Myanmar. The film offers a rare glimpse into the emergent gay community in this hitherto isolated country. “Myself, I did not know the first thing about homosexuals in my country”, states the director. The film has already been shown at the international documentary film festival in Signes de Nuit in Paris, October 2011.

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Looking At Themselves – Baba Luda

  • Romania, 2011, 34 min
  • Location: Romania
  • Directed by: Mihai Andrei Leaha

Gewinner des Student Film Award beim Göttingen International Ethnographic Film Festival 2012.

Die Gefilmten einer ethnographischen Dokumentation werden beim Ansehen der Aufzeichnungen gefilmt. Die Reaktionen der beteiligten Menschen helfen, die ethnographische Abbildung besser zu verstehen. Der Film ist ein Versuch zu klären, wie visuelle Erzählungen mit der Feedback-Methode konstruiert werden. Im Mittelpunkt steht das Babaluda Fest in Rumänien und seine ethnographische, visuelle Abbildung. Der Film nutzt die chronotopische Montagetechnik von Bakhtin, in der Zeit und Raum als eine aktuelle Einheit inszeniert werden. Das erzeugt die Illusion, den Film gemeinsam mit den Teilnehmern des Festes anzusehen.

Winner of the Student Film Award at the 2012 Göttingen International Ethnographic Film Festival.

The protagonists of a documentary are recorded while watching their shared ethnographic experience. The feedback provided by these people supports the understanding of the ethnographic representation. The film attempts to question the ways in which the visual narrative is constructed when using the feedback method. Special focus is put on the Babaluda Feast in Romania and ist visual ethnographic representation. The use of the chronotopic montage technique by Bakthin helps to construct a concurrent unity of time and space. Thus, it creats the illusion of watching the film together with its participants.

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Ears are dazzled, touched by sound

  • Great Britain, 2009, 21 min
  • Location: Japan
  • Directed by: Amanda Belantara

Wie und was wir hören – das ist so sehr im Alltag verhaftet, dass wir vergessen, dass diese Prozesse kulturell geprägt sind und in der Regel unterbewusst ablaufen. Inspiriert durch Forschungen, die die Rolle der Geräusche der im Alltag untersuchen und dabei helfen, menschliche Erfahrungen besser zu verstehen, wurde dieser Film in Yamaguchi (Japan) gedreht. Die Bewohner des Ortes führten Sound-Tagebücher, in denen sie Geräusche dokumentierten, die ihnen im Alltag relevant erschienen. Der Film konfrontiert diese Tonaufnahmen mit den dazugehörigen Bildern. Das Ergebnis ist eine gemeinschaftliche Erforschung akustischer Erfahrungen.

The ways we listen and what we listen to are part of our everyday experience to the point that we often forget that these processes are culturally shaped and often work subconsciously. Inspired by research addressing the role of sound in everyday life and its applications for gaining a deeper understanding of human experience, the experimental documentary was shot in Yamaguchi, Japan. Local residents kept diaries in which they recorded sounds that were relevant to their daily experience. The film combines these recorded sounds with their related images. The result is a collaborative study of sonic encounters.

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Koblenzer Studentenfilme

  • Germany, 2008-10, 10 min each
  • Location: Koblenz

Themen, die eines ethnographischen Filmes wert sind, liegen direkt vor unserer Haustür. Das beweisen unsere Koblenzer Studentenfilme. Jedes Jahr machen sich Gruppen von Kulturwissenschaftsstudenten auf den Weg, um das Handwerk des filmenden Ethnographen zu erlernen und die religiöse Landschaft Koblenz‘ zu erforschen. Die ist vielfältiger als man annehmen mag: Juden, Mennoniten, Muslime, Buddhisten, Russisch-Orthodoxe, (westafrikanische) Christen der „Unity Church“ und die Schönstätter Marienschwestern wurden bereits unter die Lupe genommen. Im Seminar werden unter professioneller Leitung Ideen diskutiert, das Material gesichtet und geschnitten. Die bislang zehn Filme werden bei verschiedenen Anlässen in Koblenz gezeigt, weswegen wir hier nur eine Auswahl von vier Filmen präsentieren.

Themes worth being portrayed in an ethnographic film are found right on our doorstep. This is proven by our local student films. Each year students of Cultural studies set out to learn ethnographic filmmaking and study the religious landscape of Koblenz. This landscape is far more diverse as you might think: Jews, Mennonites, Muslims, Buddhists, Russian Orthodox, West-African Christians of the “Unity Church” and the “Schönstätter Marienschwestern” have already been part of ethnographic films. The ten films already produced have been shown at different occasions in Koblenz, therefore we choose to present only four films.

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The Golden Beach

  • Sweden, 2008, 58 min
  • Location: India
  • Directed by: Hasse Wester

Zwanzig Jahre vor Veröffentlichung des Films „The Golden Beach“ beginnt der schwedische Regisseur Hasse Wester eine Reise, die ihn um die ganze Welt führt. In Indien angekommen, reist er nach Karnataka, dem Bundesland im Südwesten des Landes und unternimmt eine Wanderung zum Meer. Am Strand trifft der Schwede auf die Bewohner eines Dorfs und wird mit Interesse und Neugier empfangen. Hasse Wester lernt ihre Sprache und lebt anschließend ein Jahr lang in einer der Lehmhütten bevor er nach Schweden zurückkehrt. Als er wieder nach Indien reist, bemerkt er im Dorf seiner Freunde erste Veränderungen durch die Tourismusindustrie. Die Dorfbewohner sehen sich mit Umweltverschmutzung, Arbeitslosigkeit und Selbstmorden konfrontiert. Hasse Wester dokumentiert die Situation des Dorfes über Jahre hinweg und gibt Einblick in das Leben sowohl der Dorfbewohner als auch der Touristen.

A small group of farmers belonging to the Halakki Gowda tribe lives by a small beach in southern India. When Hasse Wester was first there 20 years ago, the farmers had a little contact with the outside world. He lived with the farmers for more than a year. He learned their language and developed a friendship with the 30-year old man called Maneshwara. Today there are plenty of cafés and hotels. White tourists in bikinis are sunbathing on the beach. In the film we follow the famers’ encounter with the tourists, and Hasse’s friendship with Maneshwara over a period of twenty years.

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Bunongs Birth Practices

  • Cambodia, 2010, 50 min
  • Location: Cambodia, Mondulkiri Provice
  • Directed by: Tommi Mendel

Dieser Film basiert auf einer ethnologischen Fallstudie und dokumentiert das Thema Geburt bei den Bunong in der Mondulkiri-Provinz im Nordosten Kambodschas. Soziale, ökonomische und politische Veränderungen verwandeln die Provinz enorm. Sie beeinflussen nicht nur Glauben und Wahrnehmung der Dorfbewohner, sondern auch ihre Gepflogenheiten in der Schwangerschaft, bei der Geburt und in der frühen Mutterschaft. Traditionelle Hebammen, schwangere Frauen, Mütter und ihre Familien geben einen persönlichen Einblick in die Beweggründe für ihre aktuellen Entscheidungen. Sie stehen am Scheideweg zwischen Tradition und Moderne.

On the basis of a social anthropological case study, this film documents the theme of birth practices amongst the Bunong in the Mondulkiri province of northeast Cambodia. Social, economic, and political changes are transforming the province tremendously and are not only affecting the villagers beliefs and perceptions but also their habits regarding pregnancy, delivery and early motherhood. Traditional midwives, pregnant women, mothers and their families give a personal insight into the basis of their present decision-making strategies, which are at a crossroads of tradition and modernity.

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The Well

  • Italiy, 2011, 56 min
  • Location: Ethiopia, Southern, Oromia
  • Directed by: Riccardo Russo, Paolo Baberi

Das Horn von Afrika – eine Region der Welt, die immer wieder von schercklichen Dürren heimgesucht wird. Jedes Jahr, wenn die Dürre im trockenen Tiefland von Oromia im Süden Äthiopiens Einzug erhält, versammeln sich die Borona Hirten mit ihrem Tierbestand an ihrem tief in der Erde liegenden Brunnen. Mit straken Bildern und einer epischen Erzählweise folgt der Film dem Leben der Menschen durch die gesamte Trockenzeit. Er zeigt ein einzigartiges traditionelles Wasserwirtschaftssystem, welches es erlaubt, das wenige verfügbare Wasser zu nutzen, so dass es dem Recht und Anspruch auf Teilhabe jedes Einzelnen gerecht wird’s. Geld spielt dabei keine Rolle.

The Horn of Africa is a region of the world which periodically faces terrible droughts. Each year when the drought reaches the dry Oromia lowlands in the south of Ethiopia, the Borona herders gather with their livestock around their deeply dug wells. With its strong photography and its epic narrative style, the film follows the people’s daily lives during the entire time of a dry season. It shows a unique traditional water management system that allows to manage the small amount of water as the property and right of everyone without any exchange of money.

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Stori Tumbuna: Ancestors Tales

  • New Zealand, 2011, 80 min
  • Location: Papua New Guinea
  • Directed by: Paul Wolffram

Das ist die Geschichte von den Lak in Papua-Neuguinea. Und es ist die Geschichte des Filmemachers, der diese Menschen und ihre Traditionen kennenlernt und in die Gemeinschaft aufgenommen wird. Die Geschichten verstricken sich immer mehr. Schließlich kommt es zu Blutvergießen und Tod und die Existenz der ganzen Gemeinschaft ist bedroht. 2001 reiste der Kulturwissenschaftler Paul Wolffram zu einem der entlegensten und bemerkenswertesten Flecken der Erde. Nachdem er mehr als zwei Jahre unter den Lak im Regenwald von Papua-Neuguinea gelebt und gearbeitet hatte, bekam er einen Eindruck von der dunklen und bedrohlichen Geschichte der Lak. Als seine Neugier größer wurde, brachte er Geheimnisse ans Licht und setzte eine überwältigende und tödliche Abfolge von Ereignissen in Gang.

This is the story of the Lak in Papua New Guinea. It is also the story of the director who gets to know these people and their traditions and is accepted in their community. In this way, these two stories became forever interwoven. In the end he witnesses events that resulted in bloodshed, death and threatened the existence of the entire community. In 2001, Paul Wolffram, a cultural researcher, traveled to one of the most isolated and unique corners of the earth. He had spent two years living and working among the Lak in the rainforest when he finally gets a glimpse of a dark and menacing history. As his curiosity deepens Paul brings to light dark secrets that put in motion a compelling and deadly set of events.

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