Filmzimmer | Circus Maximus

Die Veranstaltungsreihe „Filmzimmer“ widmet sich der Filmkunst!
Monatlich präsentieren wir euch Filme, die bewegen und anregen! Von gesellschaftskritischen Werken über goldene Klassiker bis hin zu künstlerischen Meisterwerken – genremäßig ist alles dabei, was sehenswert ist! Doch auch euer Geschmack ist uns wichtig! Deshalb habt ihr nach jeder Vorstellung die Möglichkeit eigene Vorschläge einzureichen und so an der Auswahl beteiligt zu sein. Zwar darf der Originaltitel aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden, allerdings dürfen wir euch mit Anspielungen auf den Film hinweisen.

Also kommt doch einfach im Circus Maximus vorbei!

Der Eintritt ist StadttUni gemäß frei, wobei wir uns immer über eine kleine Spende freuen.

Filmzimmer #20: Der Dude

Im April feiern wir zwei Jahre Filmzimmer und beglücken Euch mit einem Kult-Film (1998) der Coen Brüder:

‘The Dude’ lädt Euch ein, mit ihm White Russian zu schlürfen, Euer Bowlinghemd oder wahlweise euren Morgen-/Bademantel überzuwerfen und ihn auf eine skurrile Gangsterjagd durch L.A. zu begleiten. Er steckt nämlich ganz schön in der Bredouille: Aufgrund von identischen Nachnamen wird der Dude mit einem Multimillionär verwechselt und deswegen von Gangstern erpresst. Und so ist plötzlich der Dude derjenige, der bedroht wird und dabei zusehen muss, wie auf seinen heiligen Teppich uriniert wird. Kurzerhand sucht er deswegen seinen Namensvetter auf, um Entschädigung einzufordern. Es kommt aber anders als gedacht: Der Multimillionär heuert ihn an, seine vermeintlich gekidnappte Frau per Übergabe von Lösegeld zu befreien. Ob der langhaarige Alt-68er, der dem ein oder anderen Joint nicht abgeneigt ist, das allerdings auf die Kette bekommt…?

Filmstarts: „Die Coens verpacken ihren Film zwischen Drama, Crime und Komödie in viel Sarkasmus und Skurrilität. Das Absurde, Außergewöhnliche erscheint normal, das Normale absurd. […] Der Film erzählt weniger eine Geschichte, als dass er in gewohnter Coen-Manier einen Zustand beschreibt und eine Atmosphäre vermittelt. The Dude, so einen ähnlich skurrilen Typen kennt wahrscheinlich fast jeder.“

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Filmzimmer #19: Das Band der Unschuld

Unser Film im März spielt vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs in einem protestantischen Dorf Norddeutschlands. Der vielfach ausgezeichnete Schwarzweißfilm zeigt ein düsteres Bild einer sittenstrengen Dorfgemeinschaft. Es geschehen mysteriöse und grausame Ereignisse, welche trotz des Appells des Pastors sich zu stellen, nicht aufgeklärt werden. Vielmehr kommen zerrüttete Beziehungsgeflechte und Verhältnisse zum Vorschein.
Das gesellschaftliche Klima in Michael Hanekes Drama ist geprägt von Unterdrückung, Verachtung, Misshandlung, Missbrauch, Frustration, und Empfänglichkeit für Ideologie in den Vordergrund – ein Nährboden für den späteren Faschismus?

„Das von Zurückhaltung und formaler Strenge bestimmte Drama beeindruckt durch seine dichte Atmosphäre und die präzise Betrachtung einer Dorfgemeinschaft vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Und Haneke beweist einmal mehr, dass er ein Meister des anspruchsvollen und beklemmenden Kinos ist.“ (Filmstarts)

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Filmzimmer #18: Kein bisschen leise und gar nicht weit weg

Dieses Filmzimmer präsentiert euch eine ergreifende filmische Darstellung aus dem Jahr 2011- mit dem elfjährigen Oskar (Newcomer Thomas Horn), dessen Vater Thomas (Tom Hanks) und seiner Mutter Linda (Sandra Bullock) in den Hauptrollen.
Der Anschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September setzt den Ausgangspunkt für die Geschichte. Er kostet Oskars Vater Thomas das Leben. Oskar und seine Mutter finden unterschiedliche Wege, mit diesem einschneidenden Ereignis umzugehen. Von Hoffnung und Neugierde getrieben, begibt sich Oskar auf eine Reise durch die New Yorker Stadtviertel – mit dem Wunsch, das Schloss zu einem Schlüssel zu finden, den sein Vater ihn augenscheinlich hinterlassen hat. Für Oskar wird der eigentliche Weg zum Ziel …

Lexikon des internationalen Films: „Die Verfilmung des Romans von Jonathan Safran Foer […] ist der bemerkenswerte Versuch der Aufarbeitung und Überwindung jenes Traumas, das die US-amerikanische Nation bis zum heutigen Tag bewegt. Feinfühlig inszeniert und hervorragend gespielt, begibt sich der Film manchmal nah an den Rand zur Sentimentalisierung, überzeugt aber stets durch die Ernsthaftigkeit seines Anliegens.“

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Filmzimmer #17: Der Himmel über Kabul

Das Filmzimmer beginnt das neue Jahr mit einer Reise zurück in das Afghanistan der 70er Jahre. Amir (Zekeria Ibrahimi) und Hassan (Ahmad Khan Mahmizada) wachsen im selben Haus auf. Der Eine als Sohn des Eigentümers, der Andere als Kind des Hausdieners. Trotz unterschiedlicher Verhältnisse sind die beiden Jungen unzertrennlich und so entwickelt sich eine Freundschaft die über die Grenzen von Herkunft und Klassen hinausgeht – bis sie der ethnische und politische Konflikt in ihrem Land einholt. Diskriminierung spaltet die Beiden und die Sowjetische Invasion trennt sie. Der Eine kann fliehen, der Andere nicht.
Es beginnt Marc Forsters (Regie) Film von zwei Schicksalen, die gewaltsam getrennt werden und über tragische Umwege wieder zueinander finden.
„[Der Film] verbindet Historisches mit aktuellem Zeitgeschehen, ist politisches Statement und zugleich Lehrstück über Schuld und Vergebung.“ – Filmstarts.

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Filmzimmer #16: Kein Playmobil

Im November arbeiten wir im Filmzimmer nach dem Baukastenprinzip! Gezeigt wird eine USamerikanisch-australische computeranimierte Filmkomödie (2014) von Phil Lord und Chris Miller.

Im Mittelpunkt der Handlung steht der systemtreue und gutmütige Bauarbeiter Emmet, dessen routiniertes und wenig ereignisreiches Leben von einem Moment auf den nächsten sprichwörtlich völlig auf den Kopf gestellt wird. Auslöser hierfür ist die rebellische Wyldstyle, die aufgrund einer Prophezeiung überzeugt davon ist, dass Emmet „der Besondere“ ist. Der machthungrige Lord Business hat nämlich vor, alle Bestandteile der Welt fest miteinander zu verkleben, um so ein vermeintlich perfektes Universum zu kreieren. Nun soll Emmet es richten und das drohende Unheil abwenden. Der ist allerdings alles andere als überzeugt davon, der ersehnte Retter zu sein. Ein gefährliches und wahnwitziges Abenteuer beginnt, bei dem auch so illustre Figuren wie Batman, Gandalf oder Han Solo mit von der Partie sind…

Filmstarts: „Das Animations-Abenteuer der „21 Jump Street“-Regisseure Phil Lord und Chris Miller ist das ultimative Meta-Erlebnis, ein einziger feuchter Traum für Filmfans und zudem auch für jüngere Kinogänger ohne Vorkenntnisse absolut kurzweilig.“

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Filmzimmer #15: Neun Quadratmeter Kindheit

Das Filmzimmer startet nach der Sommerpause mit einem kanadisch-irischem Filmdrama (2015) von dem Regisseur Lenny Abrahmson und basiert auf dem Bestsellers von Emma Donaghue.
Der mehrfach ausgezeichnete Film erzählt die Geschichte von Joy (Brie Larson) und ihrem fünfjährigen Sohn Jack (Jacob Tremblay), die jahrelang gefangen gehalten werden. Ihnen gelingt die Flucht aus dem 9m² Raum und sie gelangen in die Realität. Eine ganz neue Erfahrung für Jack, der nur das Leben in Gefangenschaft kennt. Doch wie frei fühlt sich Freiheit nach so langer Zeit im Ausschluss von der Außenwelt an?

“Ein atemberaubendes und meisterhaft gespieltes Psychodrama, für das die Hauptdarstellerin den Oscar bekam.” (FAZ)

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Filmzimmer #14: Flug ins Nimmerland

Das Publikum des Filmzimmers hat für den letzten Film vor der Sommerpause das Filmdrama „Flug ins Nimmerland“ (2004) mit Johnny Depp und Kate Winslet ausgewählt.
Nach dem Misserfolg seines Theaterstücks muss James Matthews Barrie in London Anfang des 20. Jahrhunderts neue Inspiration finden. Eines Tages trifft er die Witwe Sylvia Llewelyn Davies und deren vier Kinder und freundet sich mit ihnen an. Zum Ärger seiner Frau verbringt Barrie viel Zeit mit der Familie und erschafft durch die Abenteuerlust der Kinder eine neue Fantasiewelt. Auch für diese Welt fehlt seiner Frau das Verständnis. Vor allem mit dem jüngsten Sohn Peter versteht er sich sehr gut und verwendet auch dessen Namen für den Titel und den Protagonisten seines neuen Werks „Peter Pan“. Barries Produzent fällt es schwer bei so viel Fantasie auf einen Erfolg des Stücks zu hoffen und schließlich erkrankt auch Sylvia noch schwer…

„Wunderschöne Fabel über die Entstehungsgeschichte des Klassikers “Peter Pan” mit Johnny Depp in der Rolle des schottischen Autors James M. Barrie.“ (Kino.de)

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Filmzimmer #13: Haushalt in schwarz und weiß

Das Filmzimmer zeigt euch im Juni ein oscarnominiertes Drama mit Emma Stone und Viola Davis in den Hauptrollen. Basierend auf Kathryn Stocketts Buch werden die rassistischen Verhältnisse in den Südstaaten thematisiert.
Im Mississippi der 1960er Jahre versucht die junge Collegeabsolventin Skeeter, ein Buch über die missliche Lage farbiger Dienstmädchen zu schreiben. Aibileen und Meeny sind die ersten, die sich dazu bereit erklären, ihre Geschichten zu erzählen. Damit das Buch veröffentlicht werden kann, braucht Skeeter jedoch mehr Dienstmädchen, über die sie schreiben kann. Der Versuch etwas zu verändern, bringt für alle Beteiligten große Schwierigkeiten mit sich. Aus Angst gegen das Gesetz zu verstoßen und ihre Anstellungen zu verlieren, fürchten sich viele davor, ihre Geschichten der weißen Skeeter preiszugeben – doch auch Skeeter erfährt zunehmende Anfeindungen. Im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung entstehen allerdings auch neue Freundschaften, die zuvor unmöglich schienen.

„Als bonbonfarbenes Feel-Good-Movie lebt der Film von seinen Schauspielerinnen (großartig: Octavia Spencer als Minny) und bunten Details: dem facettenreichen Südstaaten-Dialekt mit seinen langgezogenen Vokalen, den Sixties-Frisuren, bedruckten Seidenkleidern und häuslichen Alltagsbeobachtungen. Dabei funktioniert der Film wie eine nostalgische Mischung aus Die Frauen, Wer die Nachtigall stört, Mad Men und Grüne Tomaten.“ – Tobias Nagl: Spiegel Online

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Filmzimmer #12: Der tiefe Fall der blauen Blume

Im Mai kredenzen wir euch ein Filmdrama (2013) von Woody Allen.
In seinem Film zeigt er den dramatischen Weg einer Frau (Cate Blanchett), die aus ihrem Leben in der High Society von Manhatten herausgerissen wird. Nach einem Finanzskandal wird ihr Mann (Alec Baldwin) festgenommen und sie sieht sich gezwungen, zu ihrer bodenständigen Schwester (Sally Hawkings) in San Francisco zu ziehen. Abseits von dem Glamour und Luxus ihres vorherigen Lebens in New York, scheint es für die ehemalige Dame der Gesellschaft zunehmend schwieriger zu werden, in ihrer neuen Realität Fuß zu fassen. Verzweifelt versucht sie, die Illusion ihres früheren Selbst aufrechtzuerhalten. Doch allmählich gerät sie in eine Spirale von Depressionen, die droht auch ihr neues Leben – und jeden, der dazu gehört – mit sich zu reißen.

„[Woody] Allens bester Film seit Jahren steckt voller treffender Beobachtungen zum Zustand der Welt: eine nachdenkliche soziale Allegorie über den Preis des ständigen Vortäuschens und den Schmerz, sein Leben ganz von vorne beginnen zu müssen.“ – Empire UK

 

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Filmzimmer #11: Kampf um Illusionen

Filmzimmer-Jubiläum!
Im April letzten Jahres feierte die Veranstaltungsreihe mit dem Film ‘Boyhood’ Premiere. Seitdem haben wir viele fantastische, bewegende, lustige, besondere, und beeindruckende Streifen in den Katakomben des Circus gesehen – und jeden Monat erneut in einer so schönen Atmosphäre dank Euch! Freut Euch auf unser Jubiläumsfilmzimmer: Es wird MAGISCH, das steht fest. Ihr könnt gespannt sein, was und wen wir aus dem Zylinder zaubern.

Wir zeigen Euch einen US-amerikanisch-britischen Thriller voller Magie und Zauberkunst mit Hugh Jackman und Christian Bale in der Hauptbesetzung.
Es ist Ende des 19. Jahrhundert, als eine Freundschaft zwischen den beiden Zauberkünstlern Robert Angier und Alfred Borden entsteht. Doch schon bald schlägt der freundschaftliche Wettstreit in eine tödliche Feindschaft um. Roberts Ehefrau Julia kommt während einer Aufführung ums Leben. Robert beschuldigt Alfred ihres Todes. Die gemeinsame Freude daran, das Publikum zu begeistern, rückt in den Hintergrund und die Feindschaft in den Vordergrund. Gegenseitig manipulieren und sabotieren sie ihre Auftritte. Im Laufe der Geschichte reist Robert nach Colorado, um dort in Kooperation mit dem Erfinder Nikola Tesla, einen neuen Zaubertrick, der den Namen „der transportierte Mensch“ trägt, zu kreieren. Die Apparatur, die die beiden dafür entwickeln, hat schwerwiegende Konsequenzen…

 

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Filmzimmer #10: Tragische Genies

Man erntet, was man sät, sagt man im Volksmund und das, was dabei für den ehemaligen Anwalt R. T. (Gene Hackman) rausgekommen ist, schmeckt ihm so gar nicht. Seitdem er seine Frau Etheline und die eigenen Kinder verlassen hat, liegt der Kontakt zur Familie brach. Der Nachwuchs, mit so einigen Talenten gesegnet, kriegt trotz aller Intelligenz nicht so recht die Kurve im Leben. Vielleicht alles dem miserablen Verhältnis zum eigenen Vater geschuldet? Der wiederum zeigt sich nach all den Jahren und einem Schuldenberg mehr, reumütig. Da die Sippschaft aber kein Interesse an einer Versöhnung hat, täuscht T. kurzer Hand ein Krebsleiden vor. Ob die erlogene Krankheit zur erhofften Familienzusammenführung führt?

Rotten Tomatoes über die US-amerikanische Tragikomödie aus dem Jahr 2001: ”The [movie] is a delightful adult comedy with many quirks and a sense of poignancy”.

 

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Filmzimmer #9: Drummen bis zur Perfektion

Das neunte Filmzimmer ist elektrisierend. Der talentierte Schlagzeuger Andrew besucht das Shaffer Conservatory of Music in New York City. Der Leiter der Studioband, Terence Fletcher, versucht seine Studenten durch sadistische Strenge, Demütigung und verbale Herabsetzung zu Höchstleistungen anzuspornen. Ist Andrew diesen körperlichen und seelischen Belastungen gewachsen und darf Fletcher seine Lehreinheiten ungehemmt in gewohnter Manier fortführen?
Ein Trommelwirbel für das US-amerikanisches Musikfilmdrama aus dem Jahr 2014.
„Der Film vibriert wie eine Jam-Session“ (Der Spiegel)

 

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Filmzimmer #8: Sixteen and Pregnant

Beim Filmzimmer #8 ist der Titel „Sixteen & Pregnant“ Programm: Eines Nachmittags bietet die Protagonistin ihrem besten Freund an mit ihr zu schlafen und wird schwanger. Auf dem Weg zur Abtreibung demonstriert eine Mitschülerin gegen Abtreibungen und erzählt, dass das Baby jetzt schon Fingernägel habe. Daraufhin entscheidet sich die Hauptdarstellerin um und beschließt das Kind zur Adoption freizugeben und macht sich auf die Suche nach passenden Paaren. Wird ihr Plan aufgehen? Eine kanadisch-US-amerikanische Kömodie aus dem Jahr 2007. Die Komödie ist etwas Besonderes: „Smarter als die meisten, nicht immer vernünftig, lautstark, mutig und voller Verve“ (Spiegel)

 

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Filmzimmer #7: Väter, Söhne und Konsequenzen

Beim siebten Filmzimmer zeigen wir Euch ein Kriminaldrama von Derek Cianfrance aus dem Jahr 2012 mit Topbesetzung: Ryan Gosling, Eva Mendes und Bradley Cooper und einem selbstkomponierten Soundtrack von Mike Patton.
Luke ist Motorradstuntman, Einzelgänger und zieht von Stadt zu Stadt. Dann erfährt er, dass er ist Vater ist – von seinem One-Night-Stand mit der mittlerweile liierten Romina. Er entscheidet in Schenectady zu bleiben um nach seiner Vorstellung Verantwortung zu übernehmen. Damit er seinen Sohn und seine Ex-Freundin ernähren kann, beginnt Luke gemeinsam mit seinem Komplizen Robin Banken zu überfallen. Bis zu dem Tag, an dem der Polizist Avery Cross ihn stellt. Beide ahnen nichts von den Konsequenzen, die dieser Tag für ihre Söhne hat.

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Filmzimmer #6: Eine Nacht – kein Schnitt

Das sechste Filmzimmer ist ungeschnitten. Der vielfach ausgezeichnete Film ist eine deutsche Produktion von 2015 und wurde in einer einzigen Einstellung gedreht. Dieses filmische Experiment beginnt heiter vor einem Berliner Club, wo eine junge Spanierin vier Berliner Jungs kennenlernt. Das Abenteuer erstreckt sich ereignisreich bis zum Morgengrauen.

Die Zeit: „Der Film war – so realistisch muss man sein – eigentlich nicht machbar. Hirnrissig eben. Er wurde absolut gigantisch.“ (Wenke Husmann)

filmzimmer#6

 

Filmzimmer #5: Liebe 2.0.

Der Film fürs fünfte Filmzimmer steht fest! Unser Titel: Liebe 2.0. – Was es damit auf sich hat? Diese Beschreibung verschafft Abhilfe:
Mit seinem herausragenden Sience-Fiction-Drama hat der Regisseur Spike
Jonze einen Liebesfilm geschaffen, dessen Handlung einerseits die
genrespezifische Skurrilität an den Tag legt, andererseits die mehr als
aktuelle Frage nach der Beziehung zwischen Mensch und Computer
thematisiert und damit zum Nachdenken anregt. Der Film handelt vom
sensiblen Briefautoren Theodore Twombly, überragend gespielt von
Joaquin Phoenix, der sich in die weibliche Stimme seines Betriebssystems
Samantha verliebt. Abgerundet wird die Darstellung durch wunderbar
inszenierte Bilder.

liebe2.0

 – Sommerpause –

Filmzimmer #4: Aufstände in Teheran – eine (aus)gezeichnete Darstellung

Bevor es für uns in die Sommerpause geht, laden wir zu einer letzten Filmzimmer-Vorstellung ein – diesmal mit einem ganz besonderen Film!

Die Frankfurter Allgemeine beschreibt ihn folgendermaßen: „Unglaublich traurig und zugleich sehr komischer Film“ (Julia Enke).

In schwarz-weiß erzählt der französische Zeichentrickfilm in 2D-Animation von den Kindheitserinnerungen der Teheranerin Marjane Satrapi, die zugleich auch Regisseurin des Filmes ist. Ihre von der islamischen Revolution und von dem Iran-Irak Krieg überschattete Zeit wird in diesem beeindruckenden Film verarbeitet. Der im Erscheinungsjahr 2007 bereits von der Jury der internationalen Filmfestspiele in Cannes ausgezeichnete Film ist durch die Anklage der Brutalität des Krieges und der Unterdrückung der Iraner unter Khomeini traurig und tiefgehend, kann jedoch durch überspitzte Vergleiche und Übertreibung auch als Komödie wahrgenommen werden.

persepolis

 

Filmzimmer #3: Zwischen Bier und Buechern: 2 Generationen Tuer an Tuer

Examensstress, Lerndruck und dann das: Die neuen Nachbarn halten nichts von Hausordnungen und Nachtruhe.

Die deutsche Produktion unter der Regie von Ralf Westhoff schildert einen komödiantischen Generationenkonflikt, bei dem studiengebührgeplagte Studenten eines verschulten Unisystems auf entspannte Oldies treffen, die ihr Leben noch einmal in vollen Zügen auskosten wollen – Reibungspotential vorprogrammiert!

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Filmzimmer#2 – Rio de Janeiro: Die Stadt Gottes

Beim zweiten Filmzimmer zeigen wir das brasilianische und inzwischen zum Kultfilm avancierte Meisterwerk von Regisseur Fernando Meirelles. Das Drama aus dem Jahre 2002 schildert das Leben des jungen Buscapés, der in einem Armenviertel Rio de Janeiros auswächst, wo Drogen, Kriminalität und Bandenkriege den Alltag bestimmen. Besonders hervorzuheben ist, dass fast alle Rollen von Laien besetzt wurden. Dadruch enthält der Film seine charakterstarke Authentizität.

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Filmzimmer #1: Erwachsenwerden in 12 Akten

Den Filmzimmer-Auftakt macht das mehrfach ausgezeichnete Filmdrama von Regisseur Richard Linklater, welches die Jugend und das Erwachsenwerden porträtiert – mit allen Zweifeln, Fragen und Fortschritten, die dazu gehören! Nicht zuletzt der Drehzeitraum von 12 Jahren sorgt für den außergewöhnlichen, nahezu dokumentarischen Reiz des Filmes.

„Der Film über einen Jungen, der zum Mann heranwächst, fängt das Leben so einfühlsam und wahrhaftig ein, wie es nur sehr selten im Kino zu sehen ist.“ (Der Spiegel)

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Hier ein paar Eindrücke vom gestrigen Filmzimmer-Auftakt im Circus!

Gezeigt wurde das mehrfach ausgezeichnete Drama Boyhood – ein wunderbarer Film über das Erwachsenwerden und die verschiedenen Etappen des Lebens.

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Zur Begrüßung gabs ein süßes Kaffeetütchen mit bunt gemischten Naschereien – zu einer guten Filmvorstellung gehört schließlich auch was leckeres zum Knabbern!
Und wenn bei diesem Anblick keine Kindheitserinnerungen hochkommen…

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Die knapp dreistündige Filmdauer war zwar nichts für ungeduldige Gemüter, doch zum Luft schnappen und für den Getränkenachschub gabs ein kleines Päuschen, in welchem Eva eine kleine musikalische Überraschung zum besten gab und das Lied “Candy” von Paulo Nutini performte – welch passende Songauswahl!

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Vielen Dank für alle, die da waren und wir freuen uns schon jetzt auf den 20. Mai! Ab 20 Uhr zeigen wir im Circus dann den Film “Rio: Die Stadt Gottes” (aus rechtlichen Gründen können wir den originalen Titel nicht nennen).
Ihr seid alle ganz herzlich eingeladen!

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